Worin besteht dein Ziel? Was willst du erreichen?

Mit diesen einfachen Fragen kann man mitunter ganz schöne Widerstände verursachen. Das hat etwas mit der Leistungsorientierung unserer Gesellschaft zu tun und mit der Allergie, die viele Menschen gegen permanenten Leistungsdruck entwickelt haben.

Das ist schade, denn ein eindeutiges Ziel und ein klares Bild, was man erreichen möchte, sind wertvolle Orientierungshilfen. Allerdings sollte man Ziel und das zu Erreichende anders als üblich definieren.

Der Weg ist der Weg und das Ziel ist das Ziel

Häufig hört man „Der Weg ist das Ziel“. Ich bin da etwas anderer Meinung. Für mich ist der Weg der Weg und das Ziel das Ziel. Allerdings sind meine Ziele nicht in Stein gemeißelt. Sie geben mir nur eine grobe Orientierungshilfe. Und während ich unterwegs zu ihm bin, überprüfe ich permanent, wie es mir dabei geht und ob das Ziel tatsächlich passt.

Denn mitunter kristallisiert sich erst unterwegs der Preis heraus, den man zahlen muss, um das Ziel zu erreichen. Es können sich Rahmenbedingungen oder eigene Prioritäten ändern. Mitunter erkennt man das Ziel auch immer besser, je näher man ihm kommt und es entpuppt sich als ausgesprochen unattraktiv. Das ist vor allem so, wenn es ursprünglich nicht das eigene Ziel war sondern einfach von Eltern oder der gesellschaftlichen Umgebung übernommen wurde.

Ich hatte einmal eine Klientin, die wollte unbedingt eine Stufe auf der Karriereleiter hinauf. Doch bereits im ersten Gespräch erzählte sie mir, wie unwohl sie sich in ihrem Beruf im Allgemeinen und in ihrem Unternehmen im Speziellen fühlte. Wieviel Sinn macht es unter solchen Rahmenbedingungen, eine Karriere anzustreben? Nicht viel, es sei denn, mit der höheren Position ist so viel Einfluss verbunden, dass man Grundsätzliches im Beruf und im Unternehmen verändern kann.

Es gibt also viele vernünftige Gründe, seine Ziele zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern. Das gelingt aber nur wenn man aufmerksam ist und mitbekommt, wie man sich fühlt. Das Gefühl, permanent gehetzt, fremdbestimmt oder ausgelaugt zu sein deutet darauf hin, dass man den falschen Zielen hinterher läuft.

Etwas zu erreichen heißt nicht, etwas leisten zu müssen

Mitunter kommt der Widerstand, etwas zu erreichen auch aus einem anderen Eck. Viele Klientinnen von mir verwechseln ein angestrebtes Ziel mit Leistungsdruck. Um etwas zu erreichen muss man nicht zwingend etwas leisten. Man muss etwas tun und dann überprüfen, ob das Handelns zum erwünschten Ergebnis geführt hat oder nicht. Will man sich beispielsweise wohler fühlen in der eigenen Haut, dann kann man damit beginnen, in der Früh Yoga zu machen. Man kann sich einmal am Tag ganz bewusst still in ein Eck setzen und sich auf den eigenen Atem konzentrieren. Man kann sich Zeiten schaffen, um ein spannendes Buch zu lesen. All das sind Aktivitäten, die nicht zwingend mit Leistung verbunden sind. Mit Handeln allerdings schon. Denn wie sagte Einstein so treffen: „Die reinste Form des Wahnsinns besteht darin, die Dinge zu tun, wie man sie immer getan hat und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Kontakt

Ich freue mich über Deine Nachricht:

Suche

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Wichtig!

New
arrival

2019 collection

Let’s face it, no look is really complete without the right finishes. Not to the best of standards, anyway (just tellin’ it like it is, babe). Upgrading your shoe game. Platforms, stilettos, wedges, mules, boots—stretch those legs next time you head out, then rock sliders, sneakers, and flats when it’s time to chill.